Viktor Eduard Prieb - Literatur
Poesie

Die platonische Liebe
Das russische Original
(In Metrum des vierhebigen Jambus)

Januar 2014

Wie missverstanden war Platon,
Der Priester Liebesidealität.
Sex ohne Liebe sah Ziehsohn
Sokrates als Primitivität.

Doch Sex in Liebe - heilig' Tantra -
Erhebt uns zu den Gottes Türen!
Und ohne Sie wir wie Mutanten
Mutieren zu erbärmlich' Tieren.

Des Geistes predigt er Verschmelzung
In menschlichem Geschlechtsverkehr
Und wollte nie die Sexverhetzung,
Wie man es propagiert seither.

Er lehrt uns zu erheben Seele,
Zu streben nur mit der nach Liebe,
Von Fleisches Lust und deren Quälen
Uns zu befrein - von kranken Trieben!

Er lernte selbst Geschlechsverschmelzung,
Und schöpfte keine Theorie.
Begreiflich ist für die er schmerzlich,
Wer selbst versank in Euphorie!

Wer selbst versank in ihren Augen,
Ertrank ganz tief in ihrer Seele,
Wer beim Erwachen hatte Sorgen:
Den Bann verschlingt die Tageshelle!

Einander wer verschlungen gleich,
War in den Sinn-Blackout geraten,
Vernahm in diesem Schattenreich
Nur Stöhnen von ihr, ihren Atem!

Nur der versteht Verschiedenheit
In der platonischen Belehrung
Zwischen platon'schen Liebe halt
Und der von woll├╝stigen Schere!

* * *

Aus meinem poetischen Sammelband
"Was gereimt werden muss".


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