Viktor Eduard Prieb - Literatur
Poesie

Aus meinem im Jahre 2017 verlegten poetischen Sammelband
„Was gereimt werden muss“ (143 Seiten) ISBN 978-620-2-44365-4

Die Nachtstädte
(Unregelmäßige Verse)

(auf Russisch 1980 geschrieben,
deutsche Version 2021)

Die Stadt schläft in der Nacht allein,
ich bin allein drin wie ein Kerzenlicht.
Ich bin allein, und alles ist jetzt meins:
Mir liefern Wagen Brotes Leiber –
Gebirge heiße,
mit weißer Milch gefüllte Flaschen –
die Flüsse voller Milch.
Die Straßen im Asphaltbeleg –
sie liegen nachts für mich
wie ein Kopfsteinpflasterweg
Die alte Häuserschaft leuchtet märchenhaft
für mich in dieser Nacht.
Die Kirche über mir –
sie gibt’s gar nicht,
sie ist nur meine Fantasie,
nächtlich‘ Irrlicht...
Ich gehe und nicht ich...
Die Stadt, erwecket nun durch mich,
mein Kamerad geht auch mit mir...
Nichts ist real und alles‘st Märchen...
Vor allem bist nur du es,
wen ich jetzt trage in mir drin
liebkosend lächelnd,
mit meiner Zärtlichkeit die Stadt gefüllt.
Und nichts werd‘ ich mehr brauchen,
nur ewig tragen still
Und nur nicht fallen lassn
nicht zerschlagn,
nicht betrübn,
sich nicht einmischn
in Reinheit Fassettn von dir –
der Diamanten Tropfen!
Das deine Licht voll aufzusaugn
und dieses Licht dann auszustrahln,
um Menschen Seelen zu erleuchten,
zu küssen wach,
damit sie endlich sehen,
verstehen könnten
die Städte in der Nacht!

* * *

Aus meinem poetischen Sammelband
"Was gereimt werden muss".


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