Viktor Eduard Prieb - Literatur
Poesie

Die Liebe als das Leben
(In Metrum des dreihebigen Jambus)

März 1998

Freudvoll
Und leidvoll,
Gedankenvoll sein,
Hangen
Und bangen
in schwebender Pein,
Himmelhoch jauchzend,
zum Tode betrübt -
Glücklich allein
Ist die Seele, die liebt.

Johann Wolfgang von Goethe "Egmont"

Die Liebe ist ein Glück,
Die Liebe - Schicksalsschmuck.
Die Liebe ist ein Traum
Die Liebe - Sonnenraum.

Die Liebe macht zum Gott,
Mit ihr wird nie man tot.
Die Liebe ist das Licht
Unendlichen Gedichts.

Die Liebe bildet Reich -
Dort ist man himmlisch reich.
Sie schenkt die ganze Welt,
In der man sich verfehlt.

Man ist dort nie allein -
Was darf schon schöner sein!
Die Liebe ist mein Herbst -
Die Liebe bist Du selbst!...

Nun bist Du nicht mehr da -
Was bleibt Verliebten dann?
Das Leben ohne Glück,
Das Schicksal ohne Schmuck.

Das Leben ohne Träume,
In völlig dunklen Räumen,
Sei nun gebettet Gott
Um den Befreier-Tod.

Löscht sich das Liebeslicht,
Und rettet nur Gedicht.
So plötzlich wird das Reich
Vom Leid, von Schmerzen reich.

Zerfällt die ganze Welt,
In der man selbst zerfällt,
In Einsamkeit allein -
Kein Leid darf schlimmer sein.

Doch Botschaft dieses Leids,
Dass mir die Liebe bleibt,
Sie erntet man im Herbst -
Du bist die Ernte selbst!

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Aus meinem poetischen Sammelband
"Was gereimt werden muss".


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