Viktor Eduard Prieb - Literatur
Poesie

Nicht in meinem im Jahre 2017 verlegten poetischen Sammelband
„Was gereimt werden muss“ (143 Seiten) ISBN 978-620-2-44365-4

Über die Zeitzonen
(in Metrum des vierhebigen Jambus)

Bin ich voll Tatendrang und Oden,
Befindet sie sich noch im Schlaf,
Nur Schatten rascheln über Boden,
Die Dunkelheit der Nacht erschaff...

Dem Tag gegeben ihre Kräfte,
Schleppt sie sich in das stille Heim
Und streitet manchmal hier auch kräftig
Für ihres Recht zu sein allein...

Sie schläft erschöpft dann ein in Lähme,
Vergräbt in Kissen Näschen sacht,
Und von der Häufung von Problemen
Sie rettet wieder mal die Nacht...

Die Morgendämm‘rung weckt sie wieder,
Die Kräfte kehrn zu ihr zurück,
Und, unter andren Bronxer-Siedlern,
Sie sattelt Pferde in den Krieg!

Sie kann in unermesslich‘ Güte
Ein Mustang fangen im Galopp,
Abkühlen wildeste Gemüter,
Ernüchtern den verliebten Kopf…

Sie’st ungestümes Donnerwetter,
Wie endlos sein kann ihre Macht!
Sie kreiste mich wie Sturm die Blätter,
Doch ließ nicht fall‘n in Niedertracht...

Nun schläft sie hier, wie kleines Kätzchen
Gemütlich sich zusammn gerollt,
Schnauft leise wie ein Baby-Schätzchen
Und wie ein Baby nichts bereut!

Und ich bereu‘s, in ihrer Nähe
Zur selben Stunde nicht zu sein,
Dass Durcheinandr durch Erdedrehung
Trennt uns in täglichem Dasein!

* * *


Mein poetischer Sammelband
"Was gereimt werden muss".


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