Viktor Eduard Prieb - Literatur
Poesie

Nicht in meinem im Jahre 2017 verlegten poetischen Sammelband
„Was gereimt werden muss“ (143 Seiten) ISBN 978-620-2-44365-4

Das Naturkind
(in Metrum des vierhebigen Jambus)

Man nennt mich Kind Natur, der Mutter!
Ich bin empfindlich still für sie:
Bestimmen Wetter, Wald Gemüt mir
Und treiben mich zu Poesie.

Ist Himmel voll von dunklen Wolken
Und nieselt Regen nieder grau,
Läuft gleich mein Leben ziemlich holprig,
Die Stimmung wird benommen mau...

Wenn Sonne doch vom Höhepunkte
Auf meine Seel strahlt ganzen Tag,
Ist dann mein Geist vom Glück betrunken,
Ist wieder alles voll intakt!

Kommt goldner Herbst mit seinen Trieben,
Gedichte strömen aus mir raus!
Mein Herz erbittet wieder Liebe
Und fordert Schicksal neu heraus!

Es sind doch nicht natürlich‘ Gründe –
Verliebt sich Mensch ja im Frühjahr!
November, düstres Monat-Wunder,
Versucht zu machen mich zum Narr!

Und wenn gelingt ihm diese Handlung,
Der Streich der Liebe, Herbstes Witz,
Bin wie im Frühling ich verwandelt,
Ich feire wieder Liebesblitz!

Ich schein‘ zu sein ein Kind des Herbstes,
Und nicht nur der Natur an sich!
Mit dir, Produkt Novembers bestes,
Sind ähnlich wir in der Hinsicht!

Und unter diesem Gesichtswinkel
Bin ich kein Kind Mutter-Natur,
Bin eher deine Schöpfung flinke,
Du bist mein Geist, die Lebensuhr!

* * *


Mein poetischer Sammelband
"Was gereimt werden muss".


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