Viktor Eduard Prieb - Literatur
Poesie

Nicht in meinem im Jahre 2017 verlegten poetischen Sammelband
„Was gereimt werden muss“ (143 Seiten) ISBN 978-620-2-44365-4

Das Sterneplagiat
(in Metrum des vierhebigen Jambus)
2008 - 2020, Berlin

Brenn, brenn nur weiter du, mein Stern,
Brenne mein Stern, willkommener!
Du bist mein einzig Schatz vernommener,
Es wird nie geben andren mehr!

(russische Romanze von Pjotr Bulachow.
Gedichtet von Vassilij Tschuewskij, meune Übersetzung)

Mir leuchtet noch der Stern erloschener,
Der Stern von unsrem zwölften Tag...
Warum hast du es nicht erlauschet,
Den Liebesruf der Seele stark?

Du hast verletzt mich mittn ins Herz
Und lebst am Morgen auf in mir!
Nur Trauma, unheilbarer Schmerz
Gebliebene sind seit dem von dir…

Mit ganzem Willen, ganzer Kraft
Kämpf ich tagtäglich gegen dich…
Und hab‘s deswegen schon geschafft,
Dass du auch abends bist mein Licht!

Sinnlos ist gegen Liebe Kampf,
Denn töten kann ich nur mich selbst...
Mein Leben war auch so verkrampft,
Bis du erschien in meiner Welt!

Wie ewig Stern soll leuchten mir
Dein so von mir geliebtes Bild!
Ich überlass‘ die Welt nur dir,
Von dir bin ich ja schon getilgt…

Vielleicht schaff ich es nur noch so,
Erreichen dich doch irgendwann...
Du hast’s versprochen sowieso,
Gesagt zum Abschied mir "Bis dann!“

Am Boden liege ich ab nun
Wie unter Wasser toter Stein,
Das durch alltägliche Vernunft
Erstickte welliges Dasein!

Du bleibst für mich trotzdem geliebt,
Mein so ersehntes Himmelslicht…
Ich weiß – es nie ein Andres gibt,
Vergessn wir Liebe oder nicht!

* * *


Mein poetischer Sammelband
"Was gereimt werden muss".


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