Viktor Eduard Prieb - Literatur
- Publizistik


Fall Kurnaz alias "Käpt'n Black Bart"
oder neue Terroranschlagsstrategie gegen demokratische Politiker

Berlin, 01.03. 2007


Soll Herr Frank Walter Steinmeier, einer der engagiertesten und repräsentativsten Politiker unserer Regierung, der nach unserem vorigen Außenminister dem Auswärtigen Amt und somit Deutschland eine Ehre macht, nach seiner Aussprache vor dem Untersuchungsausschuss zurücktreten, was die meisten von uns nicht hoffen, ist der Al-Kaida dieser neuartige Terroranschlag mit der Unterstützung von unseren Medien und unserer Opposition - also gerade mit den Demokratieinstrumenten unseres Rechtsystems - ganz toll gelungen.

Es gibt eine ganze Reihe von logisch unanfechtbaren Rückschlüssen, die diesen Gedanken über einen womöglich von der Al-Kaida geplanten, aber ganz bestimmt von ihr finanzierten Terroranschlag zuzulassen. Dass zu dem Vollstrecker dieses Anschlags ein Niemand namens Käpt'n Black Bart wurde, ist eher ein Zufall, der sich für die Al-Kaida nach der Entlassung von Kurnaz aus Guantanamo ergab und von ihr benutzt wurde.

Ich persönlich fühle mich von Kurnaz und Medien für dumm verkauft, wenn ich die ganze Geschichte von diesem "armen Opfer" so aufgetischt bekomme, wie sie immer noch aufgetischt wird. Deswegen konstruiere ich für mich und für meine Leser, wenn sie es möchten, eine andere Geschichte, die viel realistische wirkt und auf denselben, aber anders - nach der Logik eben - interpretierten Tatsachen basiert.

Der in Deutschland geborene und aufgewachsene Junge mit der - bis heute noch - türkischen Staatsangehörigkeit, der also alle Rechte hatte, ein Deutscher zu werden, aber nicht wurde, weil er vermutlich von Deutschland und seiner Kultur und Lebensweise - im Unterschied zu seinem Wohlstand - nichts hält, erwerbt einen so mangelhaften, wie wir es immer zu hören bekommen, Lehrplatz als Schlösser. Er bekommt also die besten Berufsperspektiven und Lebensaussichten, die seine vielen Landsjugendlichen in Deutschland wegen ihres zu sehr ausgeprägten Türkentums und ihres damit verbundenen Ausbildungsmangels nicht bekommen können, und ein kleines Lehrlingsgehalt. Er spuckt - so wie früher auf die deutsche Staatsangehörigkeit - auf all diese Perspektiven und Aussichten und fährt unbekümmert - für sein kleines Lehrlingsgeld - in eine lange Reise in Richtung Afghanistan. Der überzeugte Muslim ist plötzlich - gerade nach dem 11. September und nach dem beginnenden Afghanistankrieg - vom frommen Wunsch erfasst, die Koranschulen und Moscheen gerade in Afghanistan zu besuchen, um sich den Quellen seiner Religion, die eigentlich in Mekka zu finden sind, zu nähern.

Er spuckt also - so wie früher auf die deutsche Staatsangehörigkeit - auf all diese Perspektiven und Aussichten, lässt sich für die Kämpfe in Afghanistan von der Al-Kaida durch seinen Mullah in Bremen rekrutieren und seine Reise dahin bezahlen. Hier wurde noch nichts mit ihm als einem von Tausenden gesichtslosen muslimischen Kämpfern und Todeskandidaten geplant - nur noch finanziert. In Pakistan, wo er sich seine teure Kampfausrüstung anschafft, wird er von Amerikanern gefasst, noch bevor er einen von ihnen töten konnte, und mit Hilfe von unseren superspezial für Töten mit blößen Händen ausgebildeten KSK-Soldaten wahrscheinlich, da die Amerikaner keine andere Sprache außer ihrer eigenen sprechen können,als deutsch-englischen Dolmetschern - was für eine Verschwendung von Spezialkräften! - verhört.

Die nach Afghanistan zwangsgeschickten und an Heimweh leidenden KSK-Soldaten können die freiwillige Entscheidung ihres "Landsmanns", aus Deutschland nach Afghanistan zu kommen, nicht nachvollziehen, meinen zurecht, dass er zur falschen Zeit an falschem Ort sei, an dem sie im Auftrag der deutschen Regierung ihren Leben riskieren und verlieren und waren nicht nett zu ihm. Der Freischärler sei sogar geschlagen und gefoltert worden, was später zu Hause - nach der Bekanntgabe dieser unglaublichen und peinlichen Behauptung von Demselben ebenfalls eine große Resonanz ausgerufen hat und sich ebenfalls als ein geplanter Terroranschlag nun gegen unsere in Afghanistan tätige Elitetruppe betrachten lässt.

Diese Behauptung ist schwer mit der Logik zu ergründen, eher mit den Kenntnissen aus eigener Erfahrung. Die Sache ist unglaublich und peinlich, weil sich die mit Legenden und Geheimnissen umwogene KSK-Truppe nach Angaben des armen Opfers als absolut unfähig erwies. Als ich mal in der sowjetischen Miliz festgehalten wurde und dabei mit meinen Unschuldbeteuerungen zu aggressiv war, "legten" mich die Milizionäre mit ihrer Methode ruhig, ohne mich sogar nennenswert zu foltern. Sie waren vom niedrigsten Schlag - so wie Straßenkriminellen: nicht einmal zum richtig Schlagen oder Foltern ausgebildet - und, wären sie nicht zu viele und nicht bei ihnen "zu Hause", hätte ich mit ihnen sogar zurecht kommen können. Trotzdem kann ich seit mehr als zwanzig Jahren nicht mehr ohne Schmerzen seitlich - auf keiner meiner beiden Schultern - schlafen. So etwas Ähnliches ist dem von professionell ausgebildeten Kampf- und Tötungsmaschinen "geschlagenen und gefolterten" Märtyrer mit seiner sehr wohlerhaltenen Bartvisage nicht anzumerken...
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