Viktor Eduard Prieb - Literatur
Poesie

Nicht in meinem im Jahre 2017 verlegten poetischen Sammelband
„Was gereimt werden muss“ (143 Seiten) ISBN 978-620-2-44365-4

Lass uns übers Leben reden
(in Metrum des vierhebigen Jambus)
2008 - 2020, Berlin

Wer sagt, das Leben ist zu kurz?
Es ist gelegentlich so lang,
Wenn es entleert zum Boden stürzt,
Dem Alltag kriecht sinnlos entlang.

Wer sagt, das Leben endlich ist?
Doch dessen Maß hat nicht genannt.
Wenn man mit ewig Liebe‘s misst,
Erschafft gleich Ewigkeit man dann!

Wer sagt, das Leben ist sinnlos
Und uns gegeben nur einmal?
Es geht stückweise-zahlreich los
Einmal gegeben jedes Mal!
(Doch sinnvoll ist auf jeden Fall!)

Wer sagt mit bösem Grinsen uns,
Das Leben ist Beginn vom End,
Die Herzensglut und Jugendbrunst
Beim alten Weisen sind verpönt?

Wer sagt, es‘st vom Allmächtigen
Uns vorbestimmt als das Schicksal?
Und Leiden ist unnötig gar,
Das Schicksal spielt mit uns nun mal?

Wer trennt in meinem Bewusstsein
Zwei Antipoden: Lebn und mich?
Seitdem, bei Brüchen des Daseins,
Geb‘nur dem Leben die Schuld ich.

Wer setzt mit Tieren uns gleich halt,
Wo es kein Leben nur Kampf ist,
Um nackten Lebens nur Erhalt,
Wo eins gefressn wird, andres frisst?

Ein Mensch ist jedoch das Abstrakt‘!
Der ist doch einzig kluge Seel!!!
Aus Evolut‘on als Extrakt
Kam er, Instinkte all‘ entseelt!

Ich, radikale Konstrukt’on,
Bin Leben, Dunkelheit und Licht,
Nur eine Welle, Fluktuat‘on
Wie ist der Chaos der Welt an sich!

Allmächtig‘st meine Lässigkeit,
Die Liebe ist nur mein Schicksal!
Ich komme aus der Ewigkeit
Und sterb‘ in Liebe wieder mal!

Ich, Jugend, Alter, Weisheitglut,
Bin Sinn des Lebens und des Seins,
Ich bin das Riesenleid im Blut...
UND DU? DU scheinst auch ICH zu sein!

* * *


Mein poetischer Sammelband
"Was gereimt werden muss".


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